Es war einmal …

… da muss die schottische Reiseschriftstellerin und Malerin Lady Anne Barnard ihren Aufzeichnungen gemäß anlässlich einer Reise vom heutigen Hermanus nach Stanford entlang der südlichen Seite von Lagune und Flusslauf des Kleinriviers im Mai 1798 den Boden Springfonteins passiert haben. Die Farm aber wurde erst am 1 Juni 1816 als solche katasterlich erfasst und dem damaligen Präsidenten des obersten kapholländischen Gerichtshofs, Sir Johannes Andries Truter, als erstem Eigentümer zugesprochen. Das heute als Restaurant ausgebaute Farmhaus dürfte somit rund 200 Jahre alt sein. Das zeigt nicht zuletzt das sorgfältig freigelegte Mauerwerk.

Namensgebend für Springfontein war die im nordöstlichen Bereich der Farm aufgefundene springende, sprudelnde (Afrikaans: „Spring“) Quelle (Afrikaans: „Fontein“), die ausreichend Wasser für eine landwirtschaftliche Nutzung versprach, während der Boden eher problematisch erschien. Über Jahrzehnte hinweg wurde neben einer kleinen Viehhaltung mit Schafen, Ziegen und Rindern deshalb lediglich der räumlich sehr auf das unmittelbare Umfeld der Gebäude beschränkte Anbau von Zwiebeln und Kartoffeln versucht. Ab 1983 kam erst einmal jegliche Nutzung voll zum Erliegen.

Es war einmal …

… da muss die schottische Reiseschriftstellerin und Malerin Lady Anne Barnard ihren Aufzeichnungen gemäß anlässlich einer Reise vom heutigen Hermanus nach Stanford entlang der südlichen Seite von Lagune und Flusslauf des Kleinriviers im Mai 1798 den Boden Springfonteins passiert haben. Die Farm aber wurde erst am 1 Juni 1816 als solche katasterlich erfasst und dem damaligen Präsidenten des obersten kapholländischen Gerichtshofs, Sir Johannes Andries Truter, als erstem Eigentümer zugesprochen. Das heute als Restaurant ausgebaute Farmhaus dürfte somit rund 200 Jahre alt sein. Das zeigt nicht zuletzt das sorgfältig freigelegte Mauerwerk.

Namensgebend für Springfontein war die im nordöstlichen Bereich der Farm aufgefundene springende, sprudelnde (Afrikaans: „Spring“) Quelle (Afrikaans: „Fontein“), die ausreichend Wasser für eine landwirtschaftliche Nutzung versprach, während der Boden eher problematisch erschien. Über Jahrzehnte hinweg wurde neben einer kleinen Viehhaltung mit Schafen, Ziegen und Rindern deshalb lediglich der räumlich sehr auf das unmittelbare Umfeld der Gebäude beschränkte Anbau von Zwiebeln und Kartoffeln versucht. Ab 1983 kam erst einmal jegliche Nutzung voll zum Erliegen.

Im Jahr 1995 …

… kam der Dornröschenschlaf Springfonteins zu einem jähen Ende. Der Ingenieur und Betriebswirt Johst Weber, beruflich spezialisiert auf dem Feld der natürlichen Ressourcen, stieß im Dezember jenes Jahres am Londoner Flughafen Heathrow während des Wartens auf seinen Anschlussflug auf eine kleine Anzeige im Decanter, dem führenden britischen Weinmagazin. „Potentielle Hochqualitäts-Weinberge“ war da zu lesen und „Böden aus Kalk“. Johst war bereits seit Jahren auf der Suche nach einem Fleckchen Erde, dass ihn Reben anpflanzen lassen würde und zum Treffpunkt werden könnte für Familie und Freunde oder einfach nur Menschen ähnlicher Geisteshaltung und Lebensführung. Sein durch die Decanter-Anzeige ausgelöster Besuch von Springfontein im März 1996 war zugleich die Jungfernreise überhaupt von Johst nach Südafrika, die Reise die alles verändern sollte. Es kam schon am zweiten Tag seines Aufenthalts am Kap zum Handschlag-Vertrag, der den Erwerb der Farm besiegelte.

Mit dabei bei diesem Erwerb waren nicht nur seine erste Frau Anja und die beiden gemeinsamen Kinder. Auch Amelie Jils und Emil Jonathans Paten beteiligten sich an der Finanzierung des Start-ups. Gemeinsam wurde in erster Anlehnung an den Ubuntu-Gedanken die Dachgesellschaft „Someeno“ (= South-Meets-North) gegründet, die sich daran begab, auch gleich das Marktpotential für südafrikanischen Wein in Europa auszumachen.

 
 

Aller Anfang ist schwer …

…und erst recht in einem Land im Umbruch, als das sich das apartheidbefreite Südafrika knapp zwei Jahre nach seinen ersten Parlamentswahlen präsentierte, in einer Gegend, in der das, was geplant ist, nämlich Wein anzubauen, bis dahin noch nie versucht wurde. Es war, infolge des wirtschaftlichen Pessimismus, erst nach Wartezeit von mehr als einem Jahr möglich, das zur Anpflanzung erforderliche Rebmaterial zu erhalten. Es gab keine Arbeitskräfte, die etwas vom Weinbau verstanden. Dafür gab es Vögel in Scharen, die sich auf fruchtige Beute freuten. Und es gab Feuersbrünste, die entweder drohten, Aufgebautes wieder niederzubrennen, oder es gleich in die Tat umsetzten.

So wurden zunächst die aufgrund der Bodenproben für den Anbau auserkorenen Flächen gerodet, die bescheidene Infrastruktur zur Wasser- und Elektrizitätsversorgung geschaffen, die wenigen vorhandenen Gebäude, vorgefunden in desolatem Zustand, renoviert und erweitert. Im Jahr 2000 konnte die erste Ernte eingefahren werden, ein Test, was die Qualität des Leseguts anbelangte. „Da auf Springfontein werdet Ihr hoffentlich wenigstens guten Essig machen können“, war Johst zu Beginn von einem der etablierten Cape-Wineland-Persönlichkeiten mit auf den Weg gegeben worden.

Aller Anfang ist schwer …

…und erst recht in einem Land im Umbruch, als das sich das apartheidbefreite Südafrika knapp zwei Jahre nach seinen ersten Parlamentswahlen präsentierte, in einer Gegend, in der das, was geplant ist, nämlich Wein anzubauen, bis dahin noch nie versucht wurde. Es war, infolge des wirtschaftlichen Pessimismus, erst nach Wartezeit von mehr als einem Jahr möglich, das zur Anpflanzung erforderliche Rebmaterial zu erhalten. Es gab keine Arbeitskräfte, die etwas vom Weinbau verstanden. Dafür gab es Vögel in Scharen, die sich auf fruchtige Beute freuten. Und es gab Feuersbrünste, die entweder drohten, Aufgebautes wieder niederzubrennen, oder es gleich in die Tat umsetzten.

So wurden zunächst die aufgrund der Bodenproben für den Anbau auserkorenen Flächen gerodet, die bescheidene Infrastruktur zur Wasser- und Elektrizitätsversorgung geschaffen, die wenigen vorhandenen Gebäude, vorgefunden in desolatem Zustand, renoviert und erweitert. Im Jahr 2000 konnte die erste Ernte eingefahren werden, ein Test, was die Qualität des Leseguts anbelangte. „Da auf Springfontein werdet Ihr hoffentlich wenigstens guten Essig machen können“, war Johst zu Beginn von einem der etablierten Cape-Wineland-Persönlichkeiten mit auf den Weg gegeben worden.

Umso glücklicher …

… machte uns, dass De Trafford in Stellenbosch, Rupert-Rothschild in Franschhoek und Hamil-ton-Russell im Hemel-en-Aarde-Tal sich stattdessen von Beginn an um die Springfonteinschen Trauben bemühten. Mit dieser Referenz im Gepäck konnte ohne große Sorge im Jahr 2004 ein erster Abschnitt des heutigen Weinkellers auf der Farm in Betrieb genommen, der erste Jahr-gang auf die Flasche gezogen werden. Wir haben seitdem zwar durchaus auch noch Dramen erlebt: das Verderben einer ganzen Rotweinernte durch den Fehler eines Zulieferanten, den Verlust mehrerer Weinbergsparzellen durch ein auf der Nachbarfarm fahrlässig entfachtes Feuer.

Doch heute ist Lady Barnard’s einstiges Durchzugsgebiet Springfontein eine Wine Estate, das heißt, ein Betrieb, der nur von den eigenen Trauben lebt. Heute verfügt Springfontein gewissermaßen über das, was in Burgund ehrfurchtsvoll ein „Monopol“ genannt wird: eine exklusive Appellation mit dem Namen „Springfontein Rim“. Heute bringt Springfontein Wein hervor, der sich nicht zu verstecken braucht im nationalen und im internationalen Vergleich, der aber über eine ganz eigene Typizität verfügt, der seine besondere Herkunft einzigartig widerzuspiegeln vermag.

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