Springfontein verfügt seit 2018 über das, was in Burgund voller Ehrfurcht ein „Monopole“ genannt wird: eine „eigene“ Appellation namens Springfontein Rim. Damit zum Ausdruck kommt, dass unsere Weinberge innerhalb der Walker Bay nochmals auf einem ganz besonderen Fleckchen Erde liegen, das sich in seinen Anbaubedingungen von denen der bekannten Cape Winelands, aber auch von jenen unserer Nachbarfarmen deutlich unterscheidet. Als wir die Farm vor knapp 25 Jahren zu erschließen begannen, raunten uns etablierte Größen der südafrikanischen Weinindustrie nicht von ungefähr zu, dass wir anders als überall sonst „guten Essig“ auf Springfontein produzieren dürften. Ja, in der Tat dürfen wir auf Springfontein mit einem ganz besonderen Terroir arbeiten – mit einem Terroir, das durch sein kühles Mikroklima, seine kargen alkalischen Kalkböden, seine hydrologische und biologische Einzigartigkeit nicht zuletzt eines ist: eben einzigartig.

Das Mikroklima

Die Kette der Kleinnrivier-Berge, die sich gewissermaßen von Null bis auf gleich 1.000 tausend Meter an unserer Nordseite erhebt und damit erstes Hindernis ist der aus Richtung der Antarktis in den afrikanischen Kontinent hineinstrebenden Wetter, beschert uns außergewöhnlich viele Tage, an denen der Himmel bedeckt ist, die Temperaturen auch in unserem Sommer die 26°C-Marke selten übersteigen. Zudem entsprechen die Regenmengen und deren innerjährliche Verteilung nahezu jenen von Bordeaux. Die durch den kalten Benguelastrom des Ozeans geprägten Nächte sorgen im Tagesrhythmus für eine hohe Temperaturamplitude. Hinzu kommt eine nahezu stete Brise. So können wir uns insgesamt auf ein Mikroklima stützen, dass eher jenem des französischen Médoc gleichkommt als den warmen bis heißen Verhältnissen der traditionellen Cape Winelands, wo die Reifung der Trauben wesentlich weniger Zeit in Anspruch nimmt als dies bei uns der Fall ist. Damit gelingt es allerding auf Springfontein, den angestrebten Zuckergehalt des Mostes mit der physiologischen Reife der Beeren, also insbesondere von deren Kernen, Häuten und Stielen in bestmöglichen Einklang zu bringen. Zudem erfährt der Most eine besonderer Aromendichte und -vielfalt, unterstützt auch durch die Tag-Nachtschwankungen bei den Außentemperaturen. Und schließlich hält der Wind unsere Rebzeilen gesund und macht sie kaum anfällig gegen Mehltau, was uns das Einbringen von Fungiziden beinahe völlig erspart.

Das Mikroklima

Die Kette der Kleinnrivier-Berge, die sich gewissermaßen von Null bis auf gleich 1.000 tausend Meter an unserer Nordseite erhebt und damit erstes Hindernis ist der aus Richtung der Antarktis in den afrikanischen Kontinent hineinstrebenden Wetter, beschert uns außergewöhnlich viele Tage, an denen der Himmel bedeckt ist, die Temperaturen auch in unserem Sommer die 26°C-Marke selten übersteigen. Zudem entsprechen die Regenmengen und deren innerjährliche Verteilung nahezu jenen von Bordeaux. Die durch den kalten Benguelastrom des Ozeans geprägten Nächte sorgen im Tagesrhythmus für eine hohe Temperaturamplitude. Hinzu kommt eine nahezu stete Brise. So können wir uns insgesamt auf ein Mikroklima stützen, dass eher jenem des französischen Médoc gleichkommt als den warmen bis heißen Verhältnissen der traditionellen Cape Winelands, wo die Reifung der Trauben wesentlich weniger Zeit in Anspruch nimmt als dies bei uns der Fall ist. Damit gelingt es allerding auf Springfontein, den angestrebten Zuckergehalt des Mostes mit der physiologischen Reife der Beeren, also insbesondere von deren Kernen, Häuten und Stielen in bestmöglichen Einklang zu bringen. Zudem erfährt der Most eine besonderer Aromendichte und -vielfalt, unterstützt auch durch die Tag-Nachtschwankungen bei den Außentemperaturen. Und schließlich hält der Wind unsere Rebzeilen gesund und macht sie kaum anfällig gegen Mehltau, was uns das Einbringen von Fungiziden beinahe völlig erspart.

Der Boden

Der Kalkboden, auf dem unsere Reben gedeihen, ist beschränkt auf eine kleine, linsenförmige Parzelle, die geologisch der Waarenhuiskrans- und der Klein-Brak-Formation innerhalb der von Kreidegestein bestimmten Bredasdorp- Gruppe angehört und im nördlichen „vorderen“ Teil der Farm kurz vor dem durchfließenden Klein River endet, im südlichen, unbewirtschafteten „hinteren“ Teil nur noch wenige Meter hinter unsere Grenze reicht. Dabei sind wir mit unseren kargen, alkalischen Böden umgeben von den fruchtbaren, sauren Böden der übrigen Kapregion, die geprägt sind von verwittertem Granit und teilweise auch Tonschiefer, auf denen die Weinberge beispielsweise von Constantia, Swartland, Stellenbosch, Franschhoek, Paarl oder Tulbagh angelegt wurden, aber auch jene all unserer Nachbarn im Kleinrivier-Tal. Kalkböden beschränken in ihrer Kargheit die Erträge auf natürlichem Weg; wir müssen nicht künstlich reduzieren. Kalkböden bringen durch ihre Alkalität Früchte mit natürlicher Säure hervor; wir müssen nicht, wie anderswo nur allzu üblich, mit industriell produzierter Weinsäure nachhelfen. Kalkböden schaffen gesundes Erntegut, dass uns niedrigste Schwefelung ermöglicht. Und schließlich helfen uns Kalkböden aufgrund ihrer Helligkeit und ihrer vergleichsweise geringeren Wärmespeicherkapazität mit beim Erreichen langer Reifeperioden.

Hydrologie

Aber auch unter Gesichtspunkten der Hydrologie verfügt Springfontein über bevorzugte Voraussetzungen zur vitikulturellen Nutzung. Unsere Linse aus Kalksediment liegt gewissermaßen eingebettet in einer dreiecksförmig in Richtung Stanford spitz zulaufenden Senke, die nördlich durch den Kleinrivier-, südlich durch den Akkedisberg-De-Kelders-Sprung begrenzt ist mit jeweils dahinterliegenden Formationen der magmatisch-metamorphit-geprägten Tafelberg-Gruppe und als Untergrund eine wasserundurchlässige, sich in Ost-West-Richtung erstreckende Gesteinspartie des Ceres-Ausläufers der Bokkeveld-Gruppe aufweist. Am Rand der Kreidelinse, so an Springfontein’s Eingangstor, finden sich große Felsbrocken dieser Partie. Zwischen dem Bokkeveldbett und sunerem Kalksteinboden aber liegt ein Grundwasserreservoir enormen Ausmaßes, das von Südwesten her teilweise durch den Nardouw-Aquifer gespeist wird, im We-sentlichen aber durch den Stanford-Aquifer. Studien schätzen das Potential dieses Reservoirs, also den Zufluss abzüglich der natürlichen oder anthropogenen Abgänge, auf mehr als 15 Millionen Kubikmeter jährlich. Allein der Ausstoß der namensgebenden artesischen Quelle reicht, um Springfontein hinreichend zu versorgen, so dass eine die Rebbiologie und damit die Traubenqualität optimierende und zugleich ökologisch verantwortungsbewusste Bewässerung der Anbauflächen der Farm dargestellt werden kann.

Hydrologie

Aber auch unter Gesichtspunkten der Hydrologie verfügt Springfontein über bevorzugte Voraussetzungen zur vitikulturellen Nutzung. Unsere Linse aus Kalksediment liegt gewissermaßen eingebettet in einer dreiecksförmig in Richtung Stanford spitz zulaufenden Senke, die nördlich durch den Kleinrivier-, südlich durch den Akkedisberg-De-Kelders-Sprung begrenzt ist mit jeweils dahinterliegenden Formationen der magmatisch-metamorphit-geprägten Tafelberg-Gruppe und als Untergrund eine wasserundurchlässige, sich in Ost-West-Richtung erstreckende Gesteinspartie des Ceres-Ausläufers der Bokkeveld-Gruppe aufweist. Am Rand der Kreidelinse, so an Springfontein’s Eingangstor, finden sich große Felsbrocken dieser Partie. Zwischen dem Bokkeveldbett und sunerem Kalksteinboden aber liegt ein Grundwasserreservoir enormen Ausmaßes, das von Südwesten her teilweise durch den Nardouw-Aquifer gespeist wird, im We-sentlichen aber durch den Stanford-Aquifer. Studien schätzen das Potential dieses Reservoirs, also den Zufluss abzüglich der natürlichen oder anthropogenen Abgänge, auf mehr als 15 Millionen Kubikmeter jährlich. Allein der Ausstoß der namensgebenden artesischen Quelle reicht, um Springfontein hinreichend zu versorgen, so dass eine die Rebbiologie und damit die Traubenqualität optimierende und zugleich ökologisch verantwortungsbewusste Bewässerung der Anbauflächen der Farm dargestellt werden kann.

Das Biotop

Und schließlich ist Springfontein unter den Weinfarmen Südafrikas auch ein Biotop quasi ganz für sich, was zweifellos nicht zuletzt mit den einzigartigen Bodenverhältnissen zusammenhängt. Ohnehin ist die Kapregion speziell als Fynbos-Biom bekannt, dessen Pflanzenbewuchs sich dem Namen entsprechend im Wesentlich durch feingliedrige Büsche auszeichnet. Nicht wenige davon sind von medizinischem Nutzen oder können, wie der Rotbusch („Rooisbos“) oder der Honigbusch („Heunigbos“), feine Teeblätter liefern. Während aber das Gros der Fynbos-Vegetation wie nahezu sämtliche südafrikanischen Weinreben auf den sauren Böden des Tafelberg-Sandsteins zuhause ist, findet sich auf Springfontein ausschließlich sogenannter „Limestone Proteroid Fynbos“ wieder, eine regional extrem begrenzte Fynbos-Variante, die mit gleich 110 allesamt sehr seltenen Species aufwartet. Zwar stellen diese wegen der in ihnen enthaltenen ätherischen Öle gemeinsam mit den sehr invasiven, vornehmlich Anfang des letzten Jahrhunderts von Australien aus ins Land gebrachten allochthonen Strauchgewächsen wie Rooikrans oder Port Jackson für die Landwirtschaft durchaus eine Gefahr dar. Sie sind geradezu ideal als Nährboden für Buschfeuer, und wir haben in den letzten Jahren nicht nur einige solcher Großbrände bekämpfen müssen, vielmehr in 2013 durch einen besonders verheerenden sogar mehr als drei Hektar unserer Weinberge verloren. Auf der anderen Seite aber liefert der Limestone Fynbos mit seiner Arten- und Aromenvielfalt eine Heimstatt für einen großen Teil jener ausnahmslos wilden Hefen, die wir auf Springfontein zur Mostfermentierung und Vinifizierung einsetzen. Ferner stellt er Lebensgrundlage für Bienenvölker und Vogelscharen, von denen einige, wie die kolibriähnlichen Sunbirds, bei der Blütenbestäubung unterstützen. Andere natürlich machen uns auch das Leben schwer; jede Ernte ist für uns immer auch ein Wettlauf vor allem gegen die Kap-Stare, die nachvollziehbarerweise nichts im Jahr sehnlicher erwarten als das Heranreifen feiner Springfontein-Trauben, dabei leider aber nicht nur einzelne Beeren angehen, sondern durch den beim Picken austretenden Saft und dann vergärenden häufig die Frucht ganzer Rebstöcke in Mitleidenschaft ziehen. Dieses Problem wiegt aber nahezu nichts gegen den Zugang, den uns die spezifische Fauna unseres Stückchen Erde im Gegenzug liefert mit den besagten Hefestämmen, die im Konzert mit jenen aus Weinberg und -keller ganz wesentlich die einzigartige und unverfälscht das Terroir reflektierende Geschmackscharakteristik unserer Weine prägen.

Dass im Übrigen auch der Mensch, sein Geist, seine Hände, auch dazugehören zum Terroir, wie wir es verstehen, bedarf sicher keiner Erwähnung. Und es soll deshalb gewiss nicht überheblich wirken, wenn wir den auf und mit Springfontein Wirkenden nichtsdestotrotz ein gesondertes Kapitel widmen.

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